![]() |
Wie in allen Dörfern am Kurischen Haff lebten die meisten Einwohner vom Fischfang. Die Fischer bzw. die
Dörfer bekamen bestimmte Gebiete auf dem Kurischen Haff für ihre Fischerei zugewiesen, wofür sie eine
Pacht abführen mussten. Zur Kontrolle und um unrechte Fischzüge zu verhindern, wurde 1864 eine besondere
Kennzeichnung
![]() |
Nicht nur die Kurenwimpel der Kurenkähne waren sehr verschieden, auch die Fischerei, die auf dem Haff
ausgeübt wurde hatte die unterschiedlichsten Ausprägungen. Da gab es die Keitelfischerei, die
älteste Art am Kurischen Haff. Dabei wurden die Fische mit einem großen 20 Meter langen Netzsack
(Keitel),
geöffnet durch eine acht Meter lange Stange, gefangen. Nachts wurde die Kurrenfischerei von zwei Kähnen
aus betrieben. Gefangen wurde mit einem dreiwandigen Netz, das innere sehr feinmaschig, die äußeren grob
und sehr weit geknüpft. Zwei Kurenkähne mit vollen Segeln benötigte es zur Bradderfischerei. Dabei
musste das große Schleppnetz - 300 Meter lang mit einem 20 Meter langen Sack am Ende - zwischen die
Kähne gespannt, von den tiefen Stellen des Haffs in flache Bereiche gezogen werden. Mit kleinen Netzen
und größeren Handkähnen wurde die so genannte Klippfischerei betrieben. Und letztlich sollte die
Kleinfischerei mit Aalwenter (Reuse), Staknetzen und Aalschnüren nicht unerwähnt bleiben.
Wie war es aber im Winter, wenn die Flüsse und das Haff mit einer dicken Eisschicht bedeckt waren? Erfahren Sie hierzu mehr und lesen Sie etwas über das Eisfischen auf dem Kurischen Haff. |
Weiterführende externe Links: |
Quellen: |
Home | Alle Orte |